Sicherheit im Umgang mit Webseiten
Die Webaktiven attestieren sich eine hohe Sicherheit im Umgang mit Webseiten: Sie geben mit großer Mehrheit an, den Unterschied zwischen legalen und illegalen Angeboten sowohl zu kennen, als auch zu erkennen, wann sie einer Webseite vertrauen können.
Dies ist besonders bemerkenswert, da es im aktuellen Urheberrecht einen Passus gibt, der die Nutzung von „offensichtlich rechtswidrigen Quellen“ verbietet. Hier wurde von der Netzgemeinde wiederholt argumentiert, dass oft nicht klar sei, welche Quellen „offensichtlich rechtswidrig“ seien.
Obwohl sich die Webaktiven in ihrer Einschätzung augenscheinlich sehr sicher sind, ist die Einschätzung „legal/illegal“ oder „vertrauenswürdig/nicht vertrauenswürdig“ alles andere als einfach. Ob die Nutzung einer Streaming-Plattform wie kino.to rechtmäßig ist, darüber streiten sich Experten. Angesichts der fortschreitenden Entwicklung müssen selbst Web-Profis ständig überprüfen, ob ihr Wissen auf dem aktuellen Stand ist. Dies gilt in noch stärkerem Maß für Sicherheitsfragen. War bis vor kurzem noch die zuverlässige Beurteilung der Vertrauenswürdigkeit von Webseiten ein Garant für sichere Navigation im Netz, so ist in letzter Zeit die Verbreitung von Malware über Werbebanner auf vertrauenswürdigen Seiten vermehrt aufgetreten. Es bleibt festzuhalten: Die Webaktiven schreiben sich in einem hohen Maß Medienkompetenz in Bezug auf Webseiten zu. Hoch genug kann die tatsächliche Kompetenz angesichts der komplexen Materie aber kaum sein.


