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Institut für Strategieentwicklung (IFSE) veröffentlicht Studie zur Gegenwartskunst in Berlin in Kooperation mit dem Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.)

Das IFSE plädiert in „Studio Berlin“ für einen moderierten, auf Dauer angelegten Diskurs aller Beteiligten über die Zukunft der Gegenwartskunst in Berlin. Die Gegenwartskunst in Berlin ist geprägt von einer wechselhaften Geschichte und einer kulturellen Vielfalt.

 

Freiräume und günstige Lebensbedingungen ziehen internationale Künstler an. Der Schlüssel zum Erfolg sind viele unternehmerische Initiativen der Kunst- und Kulturschaffenden. Neben den Künstlern haben die Galeristen echte Aufbauarbeit geleistet. Die Mehrheit der Galerien legt einen Schwerpunkt auf junge Kunst. Diese Szene zieht Sammler und Unternehmer an. Nicht selten begründen Unternehmen ihren Umzug in die Hauptstadt auch mit der vitalen Kunstszene der Hauptstadt. Die Gegenwartskunst schafft Arbeitsplätze und zieht Touristen an.

Das IFSE hat die Bedingungen und Zukunftsmöglichkeiten dieser glücklichen wie möglicherweise auch flüchtigen Situation erforscht und in diesem Rahmen Künstler, Galeristen, Vertreter von Kunstvereinen und Museen sowie zahlreiche weitere Akteure interviewt. „Berlin lebt von seinen vielfältigen und heterogenen Verhältnissen, die ein attraktives Umfeld für Künstler schaffen. Doch darauf allein darf die Politik nicht setzen“, sagt der Initiator der Studie, Hergen Wöbken. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die zukünftige Entwicklung nicht nur dem Zufall überlassen werden darf. Das IFSE plädiert in „Studio Berlin“ für einen Diskurs über eine entwicklungsorientierte Politik.

„Die Kulturpolitik sollte die Akteure der Kunstszene stärker in Entscheidungen einbinden und die Kommunikationsplattform für einen langfristigen Austausch schaffen“, so Wöbken. „Eine Stärkung vorhandener Strukturen und ein verbindlicher Rahmen ermöglichen strategische Entwicklungen, um Berlin als Standort für Gegenwartskunst langfristig zu etablieren.“ Das IFSE fordert die Beteiligten auf, mit einem Entwicklungsplan für die Gegenwartskunst den Rahmen zu schaffen, der Verlässlichkeit, Kooperationen und eine freie Entfaltung ermöglicht.


Dateien:
Studio_Berlin_IFSE.pdf194 K