German  |  English  

In eigener Sache: Danke!

Für die Teilnahme an unserer Umfrage spenden wir für jeden ausgefüllten Fragebogen einen Euro an eine gemeinnützige Organisation – insgesamt einen Betrag von 1.000 Euro. Damit bedanken wir uns bei allen Teilnehmern.

 

Diese haben selbst entschieden, wohin ihre Spenden gehen sollen. In unserer Liste hatten wir mehr als zwanzig gemeinnützige Organisationen zur Auswahl gestellt. Hier veröffentlichen wir das Ergebnis, auf welche Organisationen die Spenden verteilt werden. Erwartungsgemäß erhalten Ärzte ohne Grenzen, amnesty international und die SOS-Kinderdörfer einen höheren Betrag. Der höchste Betrag geht indes auf Wunsch der Umfrageteilnehmer an den Chaos Computer Club (CCC). Beim CCC sind laut Selbstaussage „Geldspenden in unbegrenzter Höhe willkommen“. Allerdings ist der CCC nicht vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Da wir eine Spendenbescheinigung benötigen, überweisen wir die Summe an eine Stiftung, die uns aus dem Umfeld des Chaos Computer Clubs genannt wurde, die nach dem verstorbenen DatenphilosophenWau Holland benannt ist, der mit anderen 1981 den CCC gegründet und in den folgenden Jahren geprägt hat. Die Spende an die Wau Holland Stiftung ist zweckgebunden für den CCC bestimmt.

Beim CCC macht man sich mittlerweile Sorgen ob des „Umarmungsdrucks von allen Seiten“. In derAusgabe Nr. 94 der Datenschleuder, dem „wissenschaftlichen Fachblatt für Datenreisende“, stellt sich die Redaktion die Frage, ob der Club „arriviert“ werde und angekommen sei „in den seichten Niederungen des Establishments“, wo „Schnittchen und Grauburgunder“ genossen würden. Doch möchte der CCC nicht zum „Erklärbären“ oder „Computer-ADAC“ verkommen. Die CCC-Spender unserer Umfrage unterscheiden sich jedenfalls von den anderen Umfrageteilnehmern. Sie sind fast zu 100 Prozent gegen Verwarnungen und Internetsperren. Ebenso geschlossen lehnen sie Strafen für illegales Kopieren urheberrechtlich geschützter Werke ab. 70 Prozent sagen, dass durch die vermeintlichen ‚Raubkopien’ kein Schaden entstehe, da niemandem etwas weggenommen werde. Nur etwa 20 Prozent meinen, dass der Urheber entscheiden solle, wie mit seinen Werken zu verfahren sei. In der Frage nach einer ‚Kulturflatrate’ sind sie gespalten. Ganz eindeutig sind sie mit 80 Prozent gegen mehr Gesetze im Internet. Sie haben mehrheitlich keine Sorge, im Internet Opfer einer Straftat zu werden. Die Parteipositionen zum Internet haben für sie eine überdurchschnittlich hohe Bedeutung und gehören zu den wichtigen Themen. Diese Zahlen sagen zwar nichts über den CCC aus.

Aber ob er will oder nicht: Manche Aktive im Netz sehen im CCC eine Interessenvertretung – ohne Schnittchen und Grauburgunder. Auf der Website der Wau Holland Stiftung erfahren wir von einem „riesigen und in dieser Form bisher einmaligen Spendenaufkommen“. Wir wünschen ihr und allen anderen Spendenempfängern weiterhin gute Arbeit.