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Ängste und der Ruf nach Gesetzen im Internet

Die intuitive Annahme, dass ein Ruf nach mehr Gesetzen im Internet von der gefühlten Sicherheit abhängt, lässt sich wie folgt in Zahlen fassen:

 

Insgesamt befürchten 43 Prozent der Webaktiven mehr oder weniger stark, im Internet Opfer von Betrug, Datenmissbrauch oder sonstiger krimineller Handlungen zu werden (Vgl. Recht und Ordnung im Internet). Von dieser Minderheit, die befürchtet, im Internet Opfer zu werden, wünschen sich 58 Prozent mehr Gesetze. 42 Prozent fordern dies trotz ihrer Furcht nicht. Von denen, die nicht befürchten, im Internet Opfer zu werden, wünschen sich 27 Prozent mehr Gesetze. 73 Prozent fordern dies nicht.

Einen Zusammenhang zwischen dem Ruf nach mehr Gesetzen und der gefühlten Bedrohung gibt es auch bei den Webaktiven. Ein Spiegelbild dieses Sachverhalts auf allgemeiner Ebene findet sich in der aktuellen Diskussion über die terroristische Bedrohung Deutschlands (Vgl. FAZ.NET: Ruf nach schärferen Sicherheitsgesetzen). Je stärker eine gefühlte Bedrohung ist, desto eher lassen sich neue Gesetze durchsetzen, wobei die Webaktiven sich hinsichtlich von Bedrohungen nicht so leicht aus der Ruhe bringen lassen.